Pressespiegel

2. November 2019

Aktionstage Gefängnis gestartet

„Soziale Probleme, die sich in einer Gesellschaft zeigen, finden sich in verschärfter Form in ihren Haftanstalten wieder: Fast jede*r Dritte leidet unter einer Abhängigkeitserkrankung, seelisches Leid grassiert, Familien zerbrechen. Mit den ‚Aktionstagen Gefängnis‘ möchte ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis auf die Lebenslagen von Gefangenen aufmerksam machen und so für Verständnis werben.“ Artikel:  sozial.de

1. November 2019
Inhaftierte sind besonders häufig krank
Von Jana Werner

„Wenn Menschen ins Gefängnis müssen, sind sie häufig bereits gesundheitlich geschwächt. Mit dem Vollzug der Freiheitsstrafe steigt das Risiko von Infektions- und Suchterkrankungen. Die Mehrheit der Insassen leidet unter psychischen Erkrankungen, ein Großteil hat Gewalt und Missbrauch erlebt. Um auf die gesundheitliche Versorgung von Gefangenen aufmerksam zu machen, veranstaltet ein bundesweites Bündnis bis 10. November die Aktionstage Gefängnis.“  Artikelwelt-online

1. November 2019
Knast macht krank
Aktionstage Gefängnis: Bündnis fordert Verbesserung der Gesundheitsversorgung von Strafgefangenen.
Von Lenny Reiman

„Das Aktionsbündnis will Menschen und Organisationen dazu motivieren, das Leben im Gefängnis und die Funktion des Gefängnissystems kritisch zu hinterfragen. Politische Reformen seien dringend notwendig. „In diesem Jahr ist die Gesundheit der Inhaftierten der Schwerpunkt der Aktionstage. Viele Gefangene haben eine chronische Erkrankung, vor allem Hepatitis-C-Infektionen, aber auch psychische Erkrankungen und Belastungen spielen eine große Rolle“, erklärte Bärbel Knorr, die fachliche Leiterin der Abteilung »Strafvollzug« der Deutschen AIDS-Hilfe (DAH), am Donnerstag auf jW-Anfrage.“ ArtikelJunge Welt, 1.11.19

Ende Oktober 2019
Wie durchbrechen wir den Teufelskreis?

„Immer seltener können Menschen aus Haft heraus Therapien in Anspruch nehmen. In den letzten 10 Jahren haben sich stationäre Therapievermittlungen halbiert. Besonders vor dem Hintergrund, dass Abhängige neben der Suchterkrankung häufig weitere medizinische und psychiatrische Diagnosen aufweisen, ist diese Entwicklung alarmierend. In Haft können wichtige Prozesse für den Weg aus diesen vielschichtigen Problemlagen angestoßen werden. Dann aber braucht es ein differenziertes Behandlungsangebot außerhalb der Mauern. Es gilt: Eine Therapie dient der Resozialisierung.“ Artikel: suchtkrank-hinter-gittern